Autorenarchiv

Roland Barthes über Augenwischerei und neue Formen

Samstag, 26. September 2009 /// Autor: wgk

„Ein anderes unglückliches Erbstück des bürgerlichen Theaters ist der Mythos vom Einfall. Erfahrene Regisseure begründen damit ihren Ruhm. Bei der Aufführung der Locandiera läßt eine Truppe in jedem Akt die Möbel vom Bühnenhimmel herunterkommen. Natürlich ist das unerwartet, und jedermann ist von dem Einfall begeistert. Das Unglück ist nur, daß er vollkommen überflüssig und sichtlich von einer auf der Lauer liegenden Einbildungskraft diktiert ist, die um jeden Preis etwas Neues will.

Da heute alle künstlerischen Verfahren der Aufstellung der Kulissen erschöpft sind, da Modernismus und Avantgarde uns mit dem Umbauen auf offener Bühne gesättigt haben, bei dem irgendein Diener auftritt und – höchste Kühnheit – drei Stühle und einen Sessel vor der Nase der Zuschauer aufstellt, nimmt man Zuflucht zum letzten noch freien Raum, dem Bühnenhimmel.

Das Verfahren ist willkürlich, es ist reiner Formalismus, aber was tut’s: in den Augen des bürgerlichen Publikums ist die Inszenierung niemals etwas anderes als eine Technik des Einfalls, und manche Regisseure sind gegenüber solchen Forderungen höchst willfährig: sie begnügen sich damit, zu erfinden.“

Roland Barthes: „Zwei Mythen des jungen Theaters“. In: ders.: Mythen des Alltags. Frankfurt/M.: Surhrkamp 2003, S. 21f.

Galerie Spiluttini

Donnerstag, 24. September 2009 /// Autor: wgk

Galerie Ruff

Mittwoch, 23. September 2009 /// Autor: wgk

Interview: Thomas Ruff

Dienstag, 11. August 2009 /// Autor: wgk

Thomas Ruff

Was braucht man, um gute Kunst zu machen? Ehrlichkeit.

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Interview: Margherita Spiluttini

Dienstag, 11. August 2009 /// Autor: wgk

Margherita Spiluttini

Das ist alles nicht ohne Angst machbar. Ich bin sehr dafür, dass man die Angst überwindet und weitermacht.

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Interview: Stella Rollig

Freitag, 22. September 2006 /// Autor: wgk

© Conny Habbel

Kunst ist für mich immer mit einem Moment des Unerwarteten verknüpft.

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Interview: Ursula Hübner

Montag, 11. September 2006 /// Autor: wgk

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Ich hab’ es gern, wenn es irrational wird.

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Interview: Thomas Edlinger

Mittwoch, 30. August 2006 /// Autor: wgk

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Je größer die Differenzierungsfähigkeit, desto reichhaltiger wird das, was man sehen oder erfahren kann.

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Interview: Vitus H. Weh

Donnerstag, 10. August 2006 /// Autor: wgk

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Es gibt trotzdem gute Kunst.

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